fbpx

Die E-Commerce-Branche ist dazu verdammt, ewig zu werden und niemals zu sein. Die nächste Entwicklung mündet gleich in die übernächste Evolutionsstufe. Wer dies ignoriert, wird Interessenten schneller verlieren als er sie gewinnen kann. Ein ständiger Verdrängungswettbewerb. Erfolgreiches E-Commerce-Management erfordert daher die uneingeschränkte Fokussierung auf den Kunden und zwingt E-Marketer und Shopbetreiber ihre Organisationsstrukturen neu zu denken – vielleicht sogar in Richtung Internationalisierung. Dabei zeichnet sich eine gut durchdachte Cross-Border-Strategie neben Marktstudien, Prozessoptimierung, der professionellen Übersetzung des Contents vor allem durch ein überragendes Qualitätsmanagement aus. Denn wer hier nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

User Experience

Für E-Marketer, Shopbetreiber und Unternehmer ist das primäre Ziel immer eine klare Transaktion. Die emotionale Customer- oder auch User Experience wird daher – geshoppt wird schließlich immer und überall, autark, orts- und zeitunabhängig – mehr und mehr zum treibenden Umsatzbooster. Die einzelnen Schritte, die ein Webseitenbesucher im besten Falle bis zu einer Transaktion nimmt, können mittels eines Conversion-Funnels oder auch Conversion-Trichters visualisiert und ausgewertet werden. Hier zählen nicht allein die anfänglichen Visits und Seitenbesuche, sondern auch die verschiedenen Teilschritte. Der Trichter dokumentiert dabei genau die Position, an der Besucher den jeweiligen Konversionspfad verlassen. Wenn ein Händler dann »unterwegs« zu viele potenzielle Interessenten verliert, müssen die Ursachen und Gründe der Abbruchquoten beziehungsweise die Absprungraten (Bounce-Rate) intensiv analysiert werden.

Usability & Design

Wenn beispielsweise Navigation und Usability zu aufgebläht sind, führt das über kurz oder lang zu Kaufabbrüchen. Je einfacher und komfortabler die Prozesse auf der Webseite umgesetzt werden, desto effizienter ist auch die Conversion Rate. Trotzdem braucht der Workflow in toto eine gewisse Struktur – gerade international. Was in Deutschland funktioniert muss nicht zwangsläufig auch in der Fremde funktionieren. So könnte zum Beispiel allein schon der Wechsel von rechtsläufigen zu linksläufigen Schriften in der kulturübergreifenden Kommunikation zu erheblichen Navigationsproblemen führen. Auch der Tenor beziehungsweise die kulturellen Assoziationen von Farben und Design variieren und sollten detailliert in den jeweiligen Zielmärkten eruiert werden. Alle Elemente, die Verwirrung stiften könnten und keine Rolle für die eigentliche Transaktion spielen, sollten auf ein Minimum reduziert sowie irrelevante und redundante Daten wenn möglich vermieden werden.

Content & SE-Optimierung

Wenn sich nun ein Unternehmen oder ein Webshop entschließt, den nächsten Schritt zu wagen und über die Landesgrenzen hinaus zu expandieren, dann kommt es auf die Qualität der Inhalte an. Bei der Contentproduktion für multilinguale Märkte sind nicht mehr allein eine sprachlich korrekte Übersetzung »State the Art«. Neben der richtigen und länderspezifischen Transferleistung sollten auch die unterschiedlichen Marktverhältnissen des Importlandes, kulturelle und idiomatische Eigenheiten, regionale Spezialitäten, lokale Extravaganzen, Rechts- und Wirtschaftsordnungen sowie gesellschaftliche Besonderheiten berücksichtigt und adaptiert werden. Diese lokalen und regionalen (Stil-)Mittel effektiv und professionell ein- beziehungsweise umzusetzen, das unterscheidet letztlich »handelsübliche« Übersetzungen von herausragendem Content.

In Sachen Suchmaschinenoptimierung ist der Faktor Zielgruppe eine durchaus wichtige Größe innerhalb der CRO (Conversion-Rate-Optimierung). Was will der Kunde? Was braucht der Kunde? Wie sucht der Kunde? Das World Wide Web liefert hierzu Unmengen an Insights und Reaktionen, Interaktionen sowie Emotionen aus den sozialen Netzwerken. Also zuhören (Social-Listening) und analysieren (Data-Analytics). Das Suchverhalten nach Produkten oder Dienstleistungen ist nun mal länderspezifisch geprägt und kann stark differieren. Geo-relevante (in wärmeren Regionen wird deutlich seltener nach Winterstiefeln gesucht) sowie unterschiedliche Verbraucherinteressen und abweichendes Konsumverhalten sollten bei der Priorisierung der Keywords zwingend berücksichtigt werden.

autor_eurotext_100Autor: Eurotext Redaktion

Wir erklären, wie Internationalisierung funktioniert, geben Tipps zu Übersetzungsprojekten und erläutern Technologien und Prozesse. Außerdem berichten wir über aktuelle E-Commerce-Entwicklungen und befassen uns mit Themen rund um Sprache.

 

 

Das Suchverhalten im World Wide Web ist in hohem Maße lokalisiert. Zudem prägt jede Sprache auch grundsätzlich die Art des Denkens. Die multilinguale Suchmaschinenoptimierung geht also weit über die bloße Übersetzung des Contents hinaus. Im zweiten Teil unseres Themen-Doppels »Internationales SEO« gibt’s von der Eurotext-Redaktion fünf weitere Tipps für eine erfolgreiche SEO-Strategie.

(mehr …)

In unserer Reihe “E-Commerce in …” haben wir schon viele Länder vorgestellt und deren E-Commerce-Märkte beleuchtet. Für Händler, die ihre Produkte oder Dienstleistungen auch Kunden im Ausland anbieten möchten, ist es essenziell, den Markt des Ziellandes zu verstehen und sich darauf einzustellen. Doch wie sieht es eigentlich mit dem E-Commerce-Markt in Deutschland aus? Dieses Mal nehmen wir den heimischen Markt unter die Lupe und zeigen deutsche Besonderheiten auf.

(mehr …)

Laut einer Studie des Baymard Institute brechen rund 70 Prozent der Onlinekunden ihre Einkäufe in der Checkout-Umgebung ab. Doch gerade der Checkout-Prozess ist für Shopbetreiber ein entscheidender Erfolgsfaktor – national wie international. Denn hier wird letztlich das Geschäft gemacht. Wenn ein Kunde dann beim Finale abspringt, ist das bitter. Was also tun?

Der Checkout-Prozess ist ein in sich geschlossenes Ökosystem innerhalb der Customer Journey. Das Problem mit den teilweise erschreckend hohen Abbruchquoten beziehungsweise »Bounce Rates« ist (international) aber oftmals hausgemacht und daher auch vermeidbar. Doch um Optimierungspotenziale innerhalb des Checkout-Prozesses identifizieren zu können, müssen zuerst einmal Daten zu Informationen konvertiert werden. Die Empfehlung lautet: Analysieren Sie Importland und Zielmarkt, recherchieren Sie Ihre Zielgruppe und die lokalen sowie regionalen Besonderheiten. Dabei müssen Shopbetreiber im Zuge ihrer Internationalisierungsstrategie auch bereit sein, vielleicht national bestens funktionierende Strukturen dem Zielland individuell anzupassen und mit deren Markt- und Wirtschaftsbedingungen zu koordinieren. Dazu müssen dann eben auch die sozialen und landestypischen Bedürfnisse und Standards der potenziellen Interessenten erkannt und bedient werden.

Internationale Märkte erschließen – Sicherheit und Vertrauen durch mehr Transparenz

Neben der professionellen Übersetzung des Contents braucht es auch für jedes Zielland ein ganz individuelles Payment-Setup. Gerade mit der neuen EU-Richtlinie PSD2 vor der Brust ist die hochwertige Übersetzung der verschiedenen rechtlichen Bestimmungen und Vorschriften, Spezifikationen zu Zahlungsverfahren (zum Beispiel SEPA-Mandat), Shipping-Kosten etc. unbedingt notwendig. Denn mit Honig fängt man nun mal mehr Fliegen als mit Essig. Oder anders: Mit einem sales-orientierten Checkout-Workflow optimieren Shopbetreiber nicht nur ihre Conversion Rate, sondern »investieren« auch nachhaltig in die Customer Loyalty.

Wer zahlt wie? Jede Jeck ist anders

Grundsätzlich sollten am Checkout verschiedene Bezahloptionen zur Auswahl stehen – vor allem die vom Kunden geforderten. Überhaupt zahlen Onlineshopper am liebsten in einer ihnen vertrauten Währung. Aber auch die Bezahlmethode selbst variiert von Land zu Land. In Deutschland zählt der Rechnungskauf beispielsweise nach wie vor zu den populärsten Zahlungsarten. Also gibt man dem Kunden was er will und akzeptiert. Für den internationalen Cross-Border-Commerce ist dies aus mehreren Gründen, wie beispielsweise wegen unter Umständen langer Transportwege- und zeiten sowie daraus resultierenden Verzögerungen bei der Zahlung, vielleicht nicht die allerbeste Option. Auch wenn Kartenzahlungen bei grenzübergreifenden Transaktionen meist problemlos anerkannt sind, so dominieren auf internationalen Websites doch lokale Zahlungsmethoden. Hier einige Beispiele:

USA

Obwohl die USA die Heimat der großen Tech-Unternehmen Amazon, Google und Apple ist, zahlen Amerikaner immer noch am liebsten per Kredit- und Debitkarte oder Cash. Bei Online-Einkäufen ersetzt das virtuelle Portemonnaie (E-Wallets) das Bargeld.

Großbritannien

Das vereinigte Königreich ist eine der weltweit führenden Volkswirtschaften. Auf der Insel machen Kartenzahlungen das Gros der Online-Zahlungen aus. Auch E-Wallets sind beliebte Optionen. Und weil die Briten immer weniger Bargeld bei sich tragen, arbeitet die örtliche Vereinigung der Straßenmusiker (Busk) in London gemeinsam mit einem Tech-Unternehmen an einer Lösung, die Künstler mit entsprechenden Geräten ausstattet.

China

In China scheint Bargeld weitestgehend von der Straße verbannt. Die am weitesten verbreiteten Zahlungsmethoden sind »Alipay« von Handelsgigant Alibaba und Tencents »WeChat Pay«. Doch auch im Land der Mitte ist die Zahlung per Kreditkarte beliebt.

Frankreich

In Frankreich dominiert Cartes Bancaires die heimische Payment-Szene. CB ist das lokale französische System. Viele Karten verfügen über ein Co-Branding von Cartes Bancaires und Mastercard beziehungsweise Visa.

Niederlande

Die Niederländer käufen oft und gerne auf internationalen Websites ein. Und doch ist die beliebteste Zahlungsmethode iDEAL. iDEAL ist ein einheimisches Interbankensystem, dem alle großen niederländischen Banken angeschlossen sind. Käufer können via iDEAL ihr Bankkonto für Online-Käufe nutzen. Auch der Rechnungskauf und das SEPA-Lastschriftverfahren sind beliebte Bezahlmethoden.

Brasilien

Das größte Land Südamerikas ist zugleich auch der wichtigste Online-Markt Lateinamerikas. Kartenzahlungen sind sehr beliebt und weit verbreitet. Neben den international gängigen Karten ist Elo einer der größten Debit- und Kreditkarten-Anbieter Brasiliens. Auch Boleto (Boleto Bancário) ist eine beliebte nationale Zahlungsmethode.

Australien

Im asiatisch-pazifischen Raum ist Australien das wirtschaftliche Aushängeschild. Auf dem roten Kontinent dominiert eine sehr kartenlastige Zahlungskultur. Neben Kredit- und Debitkarten sind auch E-Wallets und POLi (eine Online-Banking-Methode) populäre Bezahlverfahren.

Tansania

Der ostafrikanische Staat ist eines der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas. In Tansania sind Zahlungen per Kreditkarten üblich. Außerdem ist die Zahlungsmethode über Mobilfunknetzbetreiber (zum Beispiel das kenianische M-Pesa) äußerst beliebt. Nutzer können über diese mobilen Zahlungsdienste Geldtransfers, Zahlungen und Mikrofinanzkäufe tätigen.

Fazit

Onlineshopping und Shopping-Vorlieben sind international recht unterschiedlich ausgeprägt. Das zeigt sich auch beim Paymentverhalten. Unternehmen und Onlinehändler sollten sich unbedingt die Mühe machen und mittels Marktstudien, Analysen und Recherche das Paymentverhalten im Zielmarkt eruieren. Denn der Payment-Prozess ist im E-Commerce ein relevantes Entscheidungskriterium. Shopbetreiber sollten sich daher bei der Auswahl möglicher Zahlungsoptionen an der potenziellen Zielgruppe orientieren und auf deren Akzeptanz achten.

 

autor_eurotext_100Autor: Eurotext Redaktion

Wir erklären, wie Internationalisierung funktioniert, geben Tipps zu Übersetzungsprojekten und erläutern Technologien und Prozesse. Außerdem berichten wir über aktuelle E-Commerce-Entwicklungen und befassen uns mit Themen rund um Sprache.

 

Wenn es um eine erfolgreiche Internationalisierung Ihres Unternehmens geht, sind Marktstudien und Prozessoptimierungen natürlich relevant, doch nicht nur. Mindestens genauso wichtig sind professionelle Übersetzungen Ihres Contents. Denn die Online-Inhalte müssen an die Bedürfnisse der potenziellen Kunden angepasst werden.  (mehr …)

Am 3. und 4. Juli findet die Meet Magento in Leipzig statt, dieses Mal in der Kongresshalle am Zoo. Hier trifft sich mal wieder die Crème de la Crème der deutschen und internationalen Magento-Szene: Entwickler, Agenturen, Serviceprovider und alle anderen, die etwas zu der Shopsoftware beizutragen haben. Aber natürlich auch Händler und andere Kunden, die mit Magento arbeiten oder daran interessiert sind. In insgesamt über 50 Vorträgen und Workshops werden aktuelle Entwicklungen vorgestellt, spannende Themen behandelt und Wissen vermittelt.

Wir sind dabei!

Wir von Eurotext sind natürlich auch wieder vor Ort und zeigen, wie sich Internationalisierung mit Magento ganz einfach umsetzen lässt. Im Rahmen des Vortrags „Richtig internationalisieren. Produkte, Templates, SEO & Co. Und was kann eigentlich KI?“ gehen wir auf die aktuellen Entwicklungen bei der Übersetzung von Onlineshops ein und erklären, worauf man dabei besonders achten sollte.

Außerdem haben wir erstmals unseren neuen translationMANAGER im Gepäck, der nun auch Magento 2 unterstützt und mit dem sich Übersetzungen ganz einfach aus dem Backend steuern und beauftragen lassen. Texte auswählen, exportieren, übersetzen lassen, importieren – fertig. Kommen Sie an unseren Stand und erleben Sie selbst, wie einfach der Schritt in den internationalen Handel sein kann!

 

Treffen Sie uns auf der Meet Magento DE 2019!

3.-4. Juni 2019, Kongresshalle am Zoo, Leipzig

Sie sind an E-Commerce-Übersetzungen interessiert, haben Fragen oder möchten unsere Lösungen selbst ausprobieren?
Vereinbaren Sie einen Termin und treffen Sie uns persönlich. Wir freuen uns schon auf Sie!

Termin vereinbaren

 

autor_eurotext_100Autor: Eurotext Redaktion

Wir erklären, wie Internationalisierung funktioniert, geben Tipps zu Übersetzungsprojekten und erläutern Technologien und Prozesse. Außerdem berichten wir über aktuelle E-Commerce-Entwicklungen und befassen uns mit Themen rund um Sprache.

 

 

Bildquelle Titelbild: LeipzigTravelEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

In unserer Reihe „E-Commerce in …“ hatten wir den Brexit in unserem Artikel über Großbritannien bereits angeschnitten. Das war im November 2016, als die Entscheidung Großbritanniens, aus der EU auszutreten, ganz frisch war und die Folgen noch nicht abzusehen. Jetzt wollen wir ein Update zum Brexit liefern und die möglichen Folgen aufzeigen – für den Handel im Allgemeinen und den E-Commerce im Besonderen. (mehr …)

Das neue Jahr ist nun schon wenige Wochen alt, deshalb wollen wir wie gewohnt einen Ausblick auf das E-Commerce-Jahr 2019 und seine Trends wagen. Doch bevor wir uns dem aktuellen Jahr zuwenden, wollen wir noch einen kurzen Blick zurück auf das Jahr 2018 werfen und zusammentragen, was im E-Commerce besonders wichtig war. (mehr …)

Endlich! Das erste offizielle WordCamp in Würzburg. In den Räumen der Uni Würzburg am Hubland trafen sich am Samstag dem 22.09.2018 etwa 150 begeisterte Menschen aus der WordPress-Community. Das Einzugsgebiet war relativ groß: Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Passau, Nürnberg und Frankfurt sondern sogar aus Berlin, Leipzig, Hamburg oder der Schweiz. (mehr …)

In den letzten Jahren ist der Onlinehandel stark gewachsen und auch die Zahl der Pakete nimmt immer weiter zu. Doch nun scheint der Punkt erreicht zu sein, an dem die Paketdienste DHL und Hermes mit diesem enormen Wachstum nicht mehr mithalten können. Wie konnte es dazu kommen? Und was kann getan werden, um das Ruder noch herumzureißen? (mehr …)