Viele Kunden haben bereits eigene Übersetzer im Unternehmen und ausländische Niederlassungen und wollen diese Mitarbeiter natürlich auch in den Übersetzungs-Workflow einbinden. Doch wie? Mit einfachen Bordmitteln? Oder leistet man sich eine eigene, moderne und kostenintensive Serverlandschaft hierfür? Wie ist es mit dem Know-how, das sich Übersetzungsdienstleister über Jahre hinweg aufbauen? Muss man hierfür neue Mitarbeiter einstellen? Nein! Es geht auch anders. Heute wollen wir anhand eines aktuellen Beispiels zeigen, wie so etwas aussehen kann.

Moderne Strukturen und Technologien

Bei einem unserer Kunden handelt es sich um ein traditionsreiches Industrie-Unternehmen mit einem breit aufgestellten Vertriebsnetz in über 50 Ländern. Dementsprechend hoch ist der Bedarf an Übersetzungen in und aus vielen Sprachen. Ein Teil der Übersetzungen und Sprachdienstleistungen wird dabei von internen Ressourcen abdeckt, ein weiterer Teil an externe Dienstleister vergeben. Ziel der Zusammenarbeit mit der Eurotext AG war es, den Übersetzungs-Workflow neu zu koordinieren und zu optimieren.

Kostensenkung und externes Know-how

Im ersten Schritt wurden die internen Linguisten mit Desktop-Applikationen ausgestattet und in deren Anwendung trainiert. Im gleichen Zuge erhielten sie Zugang zur der serverbasierten Übersetzungsumgebung der Eurotext AG.

Diese Integrations-Lösung hat für den Kunden den Vorteil, dass weder in die benötigte Hard- und Software noch in die Administration eines komplexen und hochmodernen Übersetzungsmanagement-Systems investiert werden muss. Vielmehr profitiert man von der vorhandenen Serverlandschaft und jahrelangen Erfahrung des Übersetzungsdienstleisters; vor allem auch in den Bereichen Translation-Memory-Management, Terminologie-Management und Qualitätssicherung.

Nachdem die Grundlagen geschaffen waren, wurde mit dem ersten größeren Übersetzungs-Projekt begonnen. Nach der Alignment-Schulung durch Eurotext wurden bereits vorhandene Übersetzungen in serverbasierte Translation Memorys eingepflegt. Darauf haben sowohl die interne Übersetzer des Kunden als auch die Eurotext-Länderteams Zugriff. Neue Übersetzungsprojekte werden automatisch mit bereits bestehenden Übersetzungen abgeglichen, wodurch Bearbeitungszeit und -kosten deutlich reduziert werden.

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Ressourcen-Auslastung, Rollen und Workflow-Szenarien

Ein gemeinsames Ziel war es, dass Inhouse- Übersetzer und Eurotext-Länderteams kollaborativ zusammenarbeiten und auf gemeinsam erarbeitete technische Ressourcen zugreifen können. Inhouse soll – je nach verfügbarer Kapazität und Projektgröße – weiterhin in oder aus Englisch und Französisch übersetzt werden. Sprachen oder Projektgrößen, die nicht intern abgedeckt werden können, übernehmen die Eurotext-Länderteams.

Weiterhin ist es möglich, dass die Kundenmitarbeiter unterschiedliche Rollen übernehmen.

Zunächst ermöglicht die Anbindung an die Eurotext-Übersetzungsumgebung die komplett eigenständige Anlage und Abwicklung von Übersetzungsprojekten. Kundenmitarbeiter können zudem als Revisoren oder fachliche Prüfer in den Übersetzungsworkflow integriert werden. Umgekehrt können Eurotext-Linguisten als Übersetzer und Revisoren eingesetzt werden oder gar als Leadübersetzer bei Großprojekten, an denen Linguisten beider Parteien beteiligt sind.

Effizienz, Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit

Fazit: Die Effizienz des Übersetzungsworkflows wird durch die Integration in die Eurotext-Übersetzungsumgebung maßgeblich gesteigert. Der Kunde bekommt das Eigentum an erarbeiteten technischen Assets wie Translation-Memorys, Fach- und Keyworddatenbanken sowie Styleguides rahmenvertraglich zugesichert. Gleichzeitig gewinnt der Kunde Know-how im Umgang mit professioneller Übersetzungstechnologie.

Dem Kunden stehen somit alle Optionen offen: Man kann mit der bereits vorhandenen Inhouse-Technologie und den Assets wie Translation-Memorys und Termbanken eigenständig weiterarbeiten bzw. bei Bedarf die Inhouse-Technologie weiter ausbauen. Oder man könnte auch weitere externe Dienstleister hinzuholen oder zu anderen externen Dienstleistern wechseln. Erklärtes Ziel ist natürlich eine langfristige, erfolgreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Eurotext AG.

 

autor_eurotext_100Autor: Eurotext Redaktion

Wir erklären, wie Internationalisierung funktioniert, geben Tipps zu Übersetzungsprojekten und erläutern Technologien und Prozesse. Außerdem berichten wir über aktuelle E-Commerce-Entwicklungen und befassen uns mit Themen rund um Sprache.

 

Bitte beachten Sie: Auch wenn wir in unseren Beiträgen gelegentlich Rechtsthemen ansprechen, stellen diese keine Rechtsberatung dar und können eine solche auch nicht ersetzen. Wenn Sie konkrete Fragen haben, lassen Sie sich bitte von einem Anwalt beraten.