Die E-Mail ist als Werbemittel immer noch sehr erfolgreich, weil sie eine hohe Reichweite und Akzeptanz unter den Verbrauchern hat. Doch E-Mail-Marketing hat verschiedene Formen und es gibt  einiges, was man beachten muss, um auf diesem Wege Erfolg zu haben.

Warum E-Mail-Marketing?

Die E-Mail gibt es schon seit rund 30 Jahren, wird aber heute nur noch wenig für private Zwecke genutzt. Die Mehrzahl der Verbraucher setzt bei der Kommunikation mit Familien und Freunden auf die verschiedenen sozialen Netzwerke und Messenger-Dienste. Trotzdem kann die E-Mail zu Werbezwecken unter den richtigen Voraussetzungen sehr erfolgreich sein. Verbraucher entscheiden sich ausdrücklich für Werbung von einer bestimmten Seite, indem sie sich beispielsweise für Newsletter anmelden. Allerdings sind die E-Mail-Postfächer der meisten Menschen randvoll und viele Anbieter filtern Werbe-E-Mails und unerwünschten Spam direkt heraus. Doch selbst danach bleiben noch sehr viele E-Mails übrig und da ist es entscheidend, die Aufmerksamkeit und das Interesse der Verbraucher zu wecken, um die E-Mail im ersten Schritt zu öffnen, zu lesen und im Idealfall noch einem Klick zu einem Angebot zu folgen und einen Kauf abzuschließen.


Welche Formen des E-Mail-Marketing gibt es?

Zunächst einmal ist es wichtig, die verschiedenen Arten des E-Mail-Marketings zu unterscheiden, denn tatsächliche Werbe-E-Mails machen nur einen Teil davon aus. Doch alle Formen haben gemeinsam, dass der Verbraucher sich ausdrücklich dafür entscheiden muss, bevor ihm Werbung per E-Mail zugeschickt werden darf. Um sich rechtlich abzusichern, sollten Sie dabei auf das sogenannte Double-Opt-In-Verfahren setzen. Ein Verbraucher trägt sich dabei selbst für einen Newsletter ein (Schritt 1) und bekommt daraufhin eine E-Mail zugeschickt, die einen Bestätigungs- oder Aktivierungs-Link enthält. Erst nachdem er diesen angeklickt hat (Schritt 2), ist die Anmeldung erfolgreich und der Verbraucher kann in die Verteilerliste aufgenommen werden. Da die Bestätigung unbedingt notwendig ist, kann es nicht zu unfreiwilligen Eintragungen kommen.

Die erste Art des E-Mail-Marketings umfasst Marketing-Mails. Dazu gehören die klassischen Newsletter oder Angebote und auch Promotion-Mails, die in regelmäßigen Abständen, z-B. einmal im Monat, versendet werden.

Im Unterschied dazu gibt es Trigger-Mails, die zu bestimmten Zeitpunkten oder Gelegenheiten verschickt werden. Zum Beispiel können zum Geburtstag Glückwünsche zusammen mit einem speziellen Rabattgutschein verschickt werden. Oder wenn der letzte Kauf schon mehr als 90 Tage zurückliegt, kann dem Kunden ein attraktives Angebot zugeschickt werden, um ihn wieder in den Shop zu holen und zu einem Kauf zu bewegen. Trigger-Mails ermöglichen es auch, auf Warenkorbabbrüche zu reagieren und den Kunden per E-Mail daran zu erinnern, dass noch etwas in seinem Warenkorb liegt. Hier liegt es auch nahe, direkt Empfehlungen für passende Artikel zu liefern.

Als letzte Art des E-Mail-Marketings gelten die Transaktions-Mails. Sie werden beispielsweise direkt nach der Anmeldung versendet, um den Verbraucher willkommen zu heißen und erste Schritte anzubieten. Oder sie informieren über den Status einer Bestellung und Zustellung. Transaktions-Mails sind nicht in erster Linie zum Werben gedacht, bieten aber je nach Anlass Raum für Produktempfehlungen oder ähnliches.

Personalisierung ist das A und O

Mehr noch als beim Internetauftritt gilt für das E-Mail-Marketing, aus der Masse herauszustechen und das Interesse des Verbrauchers zu wecken, damit die E-Mails nicht ungeöffnet im Papierkorb landen. Dazu sollten die E-Mails möglichst personalisiert werden, was aber nicht nur die direkte Kundenansprache betrifft, sondern vor allem die Inhalte und Angebote, die die E-Mail enthält. Schon bei der Anmeldung können die Empfänger nach verschiedenen Kriterien sortiert werden, beispielsweise nach Sprache, Wohnort, Altersgruppe, Geschlecht oder nach Interessen, die bei der Registrierung angegeben werden können. Außerdem sollte die Frequenz, mit der Newsletter versendet werden, genau angepasst werden. Bei zu großen Abständen können Verbraucher das Interesse verlieren, kommen die E-Mails zu schnell nacheinander, ist die Gefahr groß, dass sich die Verbraucher genervt fühlen und sich wieder vom Newsletter abmelden. Wichtig ist auch, die Marketing-Mails kurz und knapp zu halten, aber trotzdem genug Inhalt hineinzupacken, dass die Empfänger einem Klick folgen. Dafür sollte eine Landingpage erstellt werden, die den Verbraucher genau dort abholt, wo er die E-Mail per Klick verlassen hat. Der Newsletter ist also im Grunde nur ein Teaser, den Rest erledigt nach wir vor die Internetpräsenz.

Automation und Formatierung

Trotz der vielen Personalisierungen, die beim E-Mail-Marketing notwendig sind, um erfolgreich zu sein, muss nicht jede E-Mail per Hand verfasst werden. Der anfängliche Aufwand, eine Datenbank zu erstellen, in die Kundendaten aufgenommen werden können, kann etwas höher ausfallen. Dafür muss er nur einmal erledigt werden, die E-Mails versenden sich dann im Grunde von allein. Wichtig ist nur, die Vorlagen sorgfältig zu erstellen. Da mittlerweile mehr als die Hälfte aller E-Mails auf mobilen Endgeräten gelesen werden, sollte auf eine gute mobile Lesbarkeit, am besten mithilfe von responsivem Design, geachtet werden. Außerdem ist es wichtig, das Impressum in der E-Mail unterzubringen, damit der Verbraucher sicher weiß, von wem sie stammt.

Fazit

Trotz der sinkenden Anzahl von privaten E-Mails ist E-Mail-Marketing so erfolgreich wie noch nie. Durch die fortgeschrittene Technik sind immer bessere Personalisierungen möglich und der Umstand, dass sich Verbraucher aktiv für den Erhalt von E-Mails entscheiden müssen, erzeugt eine große Nähe zum Kunden.

Quellen:

 

autor_eurotext_100Autor: Eurotext Redaktion

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