{"id":12283,"date":"2022-01-17T08:36:12","date_gmt":"2022-01-17T07:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/eurotext.de\/?p=12283"},"modified":"2024-02-27T12:16:04","modified_gmt":"2024-02-27T11:16:04","slug":"e-commerce-in-serbien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eurotext.de\/blog\/e-commerce-in-serbien\/","title":{"rendered":"E-Commerce in Serbien"},"content":{"rendered":"

In diesem Artikel unserer Reihe\u00a0\u201eE-Commerce in\u2026\u201c<\/a> stellen wir die statistisch gesehen gastfreundlichste Nation der Welt vor: Serbien<\/strong>. Der E-Commerce in Serbien ist in den letzten 3 Jahren stark gewachsen und weiterhin im Steigen begriffen. <\/p>\n

Zahlen und Fakten<\/h2>\n

Serbien<\/strong> hat eine Fl\u00e4che von 88.360 km2 <\/sup>(es ist damit nur knapp gr\u00f6\u00dfer als Bayern) und eine Bev\u00f6lkerung von ca. 6,9 Millionen Menschen<\/strong>. Die Bev\u00f6lkerungsdichte liegt somit bei 80 Einwohnern pro km2<\/sup> und entwickelt sich wegen Abwanderung und aus Altersgr\u00f6\u00dfen um 0,5 % ins Negative. Die Einwohner sind zu ca. 80 % Serben, daneben leben dort noch gr\u00f6\u00dfere Gruppen von Ungarn, Roma und Bosniaken.<\/p>\n

Serbien ist ein Binnenstaat in S\u00fcdost- und Mitteleuropa und reicht teilweise in das Gebiet des Balkans<\/a> hinein. Das Land grenzt im Norden an Ungarn<\/a>, im Osten an Rum\u00e4nien<\/a> und Bulgarien<\/a>, im S\u00fcden an Nordmazedonien und Albanien bzw. Kosovo, im S\u00fcdwesten an Montenegro und im Westen an Bosnien und Herzegowina<\/a> sowie Kroatien<\/a>. Neben der Hauptstadt Belgrad sind Novi Sad, Nis, Kragukevac und Subotica weitere gro\u00dfe St\u00e4dte.<\/p>\n

Der\u00a0Norden<\/strong>\u00a0des Landes wird von den Ausl\u00e4ufern des ungarischen Tieflands gepr\u00e4gt. Die sogenannte\u00a0Vojvodina<\/strong>\u00a0bildet zusammen mit dem\u00a0Belgrader Becken<\/strong>, wo Save und Donau zusammenflie\u00dfen, die einzigen beiden\u00a0Ebenen<\/strong>\u00a0des Landes. Das zentrale Serbien (<\/strong>auch Altserbien genannt) wird dagegen \u00fcberwiegend von\u00a0H\u00fcgeln und bewaldeten Mittel-gebirgen<\/strong>\u00a0dominiert.<\/p>\n

Die Kultur in Serbien wurde durch das Byzantische Reich und die orthodoxe Religion stark beeinflusst. Allgemein sind die serbischen Br\u00e4uche und nationalen Tradition aber denen der restlichen christlich-slawischen Welt sehr \u00e4hnlich.<\/p>\n

W\u00e4hrung und Bezahlung<\/h2>\n

Bezahlt wird in Serbien in Dinar<\/strong> und Para<\/strong> (1 Dinar = 100 Para). Ein Euro entspricht ca. 118 Dinar. \u00a0Daten der serbischen Nationalbank zeigen, dass die Verwendung von Zahlungskarten<\/strong> (sowohl Kredit- als auch Debitkarten) an physischen Verkaufsstellen und auf E-Commerce-Websites von Jahr zu Jahr zunimmt. Online-Kartenzahlungen in Serbien wachsen mit einer j\u00e4hrlichen Rate von etwa 55 Prozent. Die beliebteste Bezahlmethode ist jedoch noch das Bargeld<\/strong>. Wobei neben Bank\u00fcberweisung<\/strong> (1 %) e-Wallets (2 %) auch immer interessanter werden und h\u00e4ufiger genutzt werden.<\/p>\n

89 % der Online-Shopper kaufen \u00fcber den Desktop ein. Nur 4 % nutzen dazu ihr Smartphone und 1 % verwendet ein Tablet. Die Zahlen f\u00fcr die beiden letztgenannten M\u00f6glichkeiten sind jedoch im Steigen begriffen.<\/p>\n

Chancen und Trends<\/h2>\n

Der Umsatz im Markt E-Commerce betr\u00e4gt rund 602 Millionen Euro. Laut Prognose wird im Jahr 2025 ein Marktvolumen von 1.306 Millionen Euro erreicht, dies entspricht einem erwarteten j\u00e4hrlichen Umsatzwachstum von 21,36 %. Im Markt E-Commerce wird die Anzahl der Nutzer im Jahr 2025 laut Mutma\u00dfung 4,2 Mio. Nutzer betragen. Ca. 20 % der serbischen Unternehmen sind im elektronischen Handel t\u00e4tig und 42 % der Unternehmen bestellen Produkte und Dienstleistungen online. Die Verbraucherausgaben haben sich 2019 und 2020 erh\u00f6ht und es wird erwartet, dass das Wachstum bis Ende 2022 weiterhin \u00fcber dem EU-Durchschnitt liegt.<\/p>\n

Die beliebtesten Produkte, die online gekauft werden, sind Kleidung und Sportartikel (58,2 %), Haushaltswaren (27,1 %), elektronische Ger\u00e4te (20,1 %), Computerausr\u00fcstung (12,4 %), Spiele und Zubeh\u00f6r (12 %), pharmazeutische Produkte (6,6 %), Eintrittskarten f\u00fcr kulturelle Veranstaltungen (4,7 %), Personenbef\u00f6rderung (8,5 %), Ferienunterk\u00fcnfte (7,9 %), B\u00fccher, Zeitschriften und Zeitungen (2 %).<\/p>\n

Versand und Z\u00f6lle<\/h2>\n

Ca. 75 % aller Transaktionen gehen an nicht-serbische Online-H\u00e4ndler, haupts\u00e4chlich aus Deutschland<\/a>, Italien<\/a>, Russland<\/a>, China<\/a> und Ungarn<\/a>.<\/p>\n

Der nationale Postdienst Posta Srbije, hat in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium zwei neue Dienste f\u00fcr seine Nutzer geschaffen, um den Export von Waren zu erleichtern und bessere Bedingungen f\u00fcr die Entwicklung des grenz\u00fcberschreitenden E-Commerce zu schaffen: PostExport und PostPak. Daneben gibt es auch noch weitere private Logistikdienstleister. Je nach Dienstleister (DHL oder UPS) dauert der Versand aus Deutschland nach Serbien 4-9 Tage.<\/p>\n

Websites und Social Media<\/h2>\n

Die beliebtesten Websites der Serben sind Amazon<\/strong> (.uk oder .de) und Alibaba<\/strong>. Aber auch lokal entwickelte Plattformemen wie eKupis.rs, Tako lako, Tehnomanija, NonStopShop.rs und www.kupujemprodajem.com sind gut besucht. Win Win und Gigatron geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Elektronik-Webshops. Zudem gibt es eine Suchmaschine f\u00fcr eCommerce-Gesch\u00e4fte in Serbien (Shopmania). Fast alle Websites sind \u00fcbrigens auf der Amtssprache Serbisch<\/strong>.<\/p>\n

Die serbische Sprache ist eine Standardvariet\u00e4t aus dem s\u00fcdslawischen Zweig der slawischen Sprache<\/a> und basiert wie Kroatisch und Bosnisch auf einem stokavischen Dialekt. In Serbien wird serbisch von ca. 6,7 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Daneben werden auch andere Sprachen gesprochen, wie zum Beispiel Ungarisch, Slowakisch, Rum\u00e4nisch, Kroatisch und Albanisch. Die Hauptfremdsprache dort ist Englisch<\/a>.<\/p>\n

Die meisten Internetnutzer (\u00fcber 60 %) in Serbien nutzen das Internet f\u00fcr soziale Medien. Mehr als 3,2 Millionen Menschen in Serbien sind aktive Nutzer sozialer Netzwerke. Die am h\u00e4ufigsten genutzten sozialen Netze sind dabei Facebook, Instagram und YouTube. J\u00fcngere Nutzer verwenden Facebook als Informationsquelle, w\u00e4hrend \u00e4ltere Nutzer es zur Kommunikation nutzen. Twitter wird vor allem von Politikern und Journalisten genutzt. LinkedIn ist die f\u00fcnftbeliebteste Social-Media-Plattform und wird haupts\u00e4chlich von Gesch\u00e4ftsleuten genutzt.<\/p>\n

Fazit<\/h2>\n

Der E-Commerce in Serbien hat eine Zukunft, wird aber bisher noch nicht genug genutzt, sodass es noch viel Raum f\u00fcr Entwicklung gibt. Die Serben kaufen gerne bei ausl\u00e4ndischen Unternehmen ein, weshalb es sich vor allem auch f\u00fcr deutsche H\u00e4ndler lohnen kann. Das einzige Hindernis stellt die Sprache dar, da die Serben gerne in der eigenen Sprache shoppen. An digitales Marketing sollte ebenfalls gedacht werden. Die Gesamtausgaben f\u00fcr Marketing in Serbien sind in den letzten Jahren gestiegen, da die Werbetreibenden immer mehr in digitale Werbung investieren.<\/p>\n
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E-Commerce in ...<\/a><\/div>\r\n<\/div>\r\n
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Quellen:<\/h2>\n